Ganzkörperhyperthermie

Ganzkörper-hyperthermie

Fieber als natürlicher Impuls – kontrolliert, überwacht, therapeutisch genutzt.

Mit der Ganzkörperhyperthermie setzen wir einen gezielten Wärmereiz, der den Organismus in einen fieberähnlichen Temperaturbereich führt –kontrolliert, überwacht und individuell angepasst.

Ziel ist es, Prozesse der Regulation und Regeneration im Körper anzustoßen – medizinisch strukturiert, in ruhiger Atmosphäre und mit klaren Sicherheitsstandards.

Wir freuen uns darauf, Sie auf Ihrem Weg zu mehr Gesundheit und Wohlbefinden zu begleiten!

Vereinbaren Sie jetzt einen Termin – wir nehmen uns Zeit für Sie.

Was ist Ganzkörperhyperthermie?

Die Ganzkörperhyperthermie ist eine medizinisch überwachte Wärmeanwendung. Dabei wird die Körpertemperatur kontrolliert angehoben – je nach Zielsetzung mild oder moderat. Unter mild versteht man Bereiche um ca. 38,5 °C, während moderate Anwendungen bis 40,5 °C erreichen können.

Wie wird die Wärme erzeugt?
Beim IRATHERM® 1000M wird der Körper mit wassergefilterter Infrarot-A-Strahlung (wIRA) erwärmt. Diese Form der Strahlung gilt als hautverträglich und ist darauf ausgelegt, eine gleichmäßige Tiefenwärme zu ermöglichen.

Was ist das Ziel?
Der Wärmereiz kann – ähnlich wie natürliches Fieber – Prozesse wie Durchblutung (Mikrozirkulation), Stoffwechselaktivität, Muskeltonus sowie Immun- und Hormonsystem positiv beeinflussen.

Ob und in welcher Form die Hyperthermie für Sie sinnvoll ist, klären wir im ärztlichen Vorgespräch.

Wann setzen wir die Ganzkörperhyperthermie ein?

Wir wenden die moderate Ganzkörperhyperthermie insbesondere bei folgenden Krankheitsbildern unterstützend und begleitend an:

  • Schmerz & Bewegungsapparat:
    • Fibromyalgie, Weichteilrheumatismus
    • Muskel-, Gelenk- und Wirbelsäulenbeschwerden (auch degenerativ)
    • chronische Kopfschmerzen, Migräne
  • Entzündliche Belastungen & Infektfolgen:
    • Atemwege (z.B. chronische Sinusitis, Bronchitis, Asthma)
    • rheumatische Erkrankungen
    • Long-COVID, Post-COVID
    • Fatigue-/Erschöpfungssyndrome (z.B. ME/CFS)
    • Borreliose
    • chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (z.B. Morbus Crohn, Colitis ulcerosa)
  • Weitere Anwendungsbereiche:
    • Depressionen / Erschöpfung
    • Rekonvaleszenz nach Infekten (z.B. EBV, postinfektiöse Beschwerden)
    • entzündliche/allergische Hauterkrankungen (z.B. Neurodermitis, Psoriasis, Urtikaria)
    • Anregung von Ausleitungs- und Entgiftungsprozessen
  • Bei onkologischen Erkrankungen prüfen wir eine Anwendung erst nach Abschluss einer Primärtherapie individuell.


Sollten Ihre Beschwerden hier nicht genannt sein, sprechen Sie uns gerne an – wir prüfen individuell, ob die Hyperthermie in Ihrem Fall sinnvoll sein kann.

Was passiert im Körper bei der Hyperthermie?

Ein kontrollierter, fieberähnlicher Wärmereiz kann – abhängig von Ausgangslage und Intensität – verschiedene Systeme im Körper positiv beeinflussen:

Durchblutung & Mikrozirkulation

Wärme erweitert die Gefäße und fördert die Durchblutung.

Stoffwechsel & Energiehaushalt

Mit steigender Temperatur wird der Stoffwechsel aktivert.

Immun- & Hormonregulation

Ein „fieberähnlicher“ Reiz stößt Regulationsprozesse im Immunsystem und im hormonellen Gleichgewicht an.

Muskeln & Nervensystem

Wärme kann muskuläre Anspannung lösen und das vegetative Nervensystem beruhigen.

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So läuft die Behandlung bei uns ab

Ärztliches Vorgespräch & Aufkärung

Vor jeder Behandlung klären wir in Ruhe Ihre Vorgeschichte, Ihre aktuellen Beschwerden sowie mögliche Kontraindiaktionen. Sie werden ausführlich über das Verfahren sowie mögliche Risiken aufgeklärt.

Vorbereitung in ruhiger Atmosphäre

Die Behandlung findet in einem separaten Raum in unserer Praxis statt. Sie legen zu Beginn Schmuck/Metall ab. Empfindliche Hautareale (z. B. Narben, Tattoos) werden – je nach Situation – berücksichtigt und ggf. abgedeckt.

Sicherheit & Monitoring

Während der gesamten Anwendung überwachen wir relevante Parameter wie Temperatur, Puls und Sauerstoffsättigung (SpO₂). Die Intensität wird schrittweise und individuell angepasst – auch nach Ihrem Empfinden.

Erwärmungsphase

Der Körper wird kontrolliert und unter ärztlicher Überwachung kontinuierlich schrittweise erwärmt. Die Zieltemperatur liegt je nach Behandlungsplan zwischen 38,5 °C und max. 40,5 °C.

Plateauphase

Ist die Zieltemperatur erreicht, wird diese für eine definierte Zeit stabil gehalten. Dazu wird der Körper wärmeerhaltend umhüllt. In dieser Phase stehen vor allem Regulations- und Kreislaufreaktionen im Vordergrund.

Entlastungsphase

Nach der aktiven Phase wird die Intensität deutlich reduziert. Die Körpertemperatur normalisiert sich und Nachschwitzen ist möglich. Anschließend empfehlen wir in der Regel eine Nachruhe von 15 bis 30 Minuten. Gerne könne Sie sich im Anschluss in der Praxis lauwarm abduschen.

Während der Behandlung liegen Sie entspannt auf einem weichen Netz in einem separaten Raum in unserer Praxis.
Die Behandlung dauert je nach Intensität etwa zwei Stunden.

Mögliche Reaktionen während oder nach der Behandlung

Die Ganzkörperhyperthermie ist insgesamt eine gut steuerbare Anwendung – trotzdem kann der Körper reagieren. Mögliche Reaktionen können sein, z.B.

  • starke Wärmeempfindung
  • gelegentlich lokal kribbelnde Hautstellen
  • Kreislaufreaktionen wie Schwindel oder kurzfristige Schwäche
  • vorübergehende Hautrötung (meist harmlos und rückläufig)

Wann wir Hyperthermie nicht durchführen

Es gibt Situationen, in denen wir die Ganzkörperhyperthermie nicht durchführen. Dazu zählen u. a.

  • höhergradige Herzinsuffizienz
  • schwere arterielle Durchblutungsstörungen
  • schwere Organinsuffizienzen
  • akute schwere Entzündungen
  • unkontrollierter Bluthochdruck/hypertensive Krise
  • unkontrollierte Hyperthyreose
  • Schwangerschaft
  • krampfbereite Erkrankungen (z. B. Epilepsie).

Im Vorgespräch prüfen wir sorgfältig, ob Kontraindikationen oder besondere Vorsichtsmaßnahmen vorliegen.

Häufige Fragen

FAQs

Die meisten Patientinnen und Patienten empfinden die Anwendung als intensive, gleichmäßige Wärme. Viele erleben sie als entspannend, manche als fordernd – das ist individuell verschieden. Wichtig ist: Wir bleiben während der gesamten Sitzung in engem Kontakt und passen die Intensität jederzeit an Ihr Empfinden an.

Die Gesamtdauer hängt von Zieltemperatur und Länge der Plateauphase ab. Wir planen mit ca. 2 Stunden, da neben der eigentlichen Behandlung auch genügend Zeit für die Vorbereitung sowie für eine ausreichende Nachruhe sein sollte.

Bitte trinken Sie vorher ausreichend und essen Sie etwas Leichtes. Medikamente und Vorerkrankungen besprechen wir im Vorgespräch.

Wenn Sie sich unwohl fühlen,  reduzieren wir sofort die Intensität, ggf. unterbrechen wir auch die Behandlung. Permantes Monitoring während der Behandlung und die individuelle Steuerung sind feste Bestandteile unseres Vorgehens.

Ja. Während der Anwendung überwachen wir relevante Parameter (z. B. Temperatur, Puls und Sauerstoffsättigung) und beurteilen fortlaufend Ihre Verträglichkeit. Dadurch können wir die Intensität situationsgerecht anpassen und die Behandlung sicher begleiten.

Das hängt von Ihrem Anliegen, Ihrer Ausgangslage und Ihrer Verträglichkeit ab. Manche Patientinnen und Patienten profitieren bereits von einzelnen Sitzungen im Rahmen eines Gesamtkonzepts, andere eher von einer Serie. Im ärztlichen Gespräch legen wir gemeinsam ein sinnvolles Vorgehen fest.

Je nach Zielsetzung wird die Hyperthermie in ein individuelles Konzept eingebettet, z. B. können im Anschluss Infusionen gegeben werden. Ob eine Kombination sinnvoll ist, entscheiden wir nicht pauschal, sondern nach ärztlicher Prüfung und Ihrer jeweiligen Situation.

Viele Patientinnen und Patienten können anschließend ihren Alltag normal fortsetzen. Wenn Sie zu Kreislaufreaktionen neigen oder sich nach Wärmebehandlungen eher erschöpft fühlen, empfehlen wir, sich abholen zu lassen oder im Anschluss Ruhe einzuplanen. Wir sprechen das gerne vorab mit Ihnen durch.

Planen Sie nach Möglichkeit etwas Ruhezeit ein und trinken Sie ausreichend. Viele Patientinnen und Patienten empfinden es als angenehm, den Tag danach etwas „leichter“ zu gestalten. Falls Sie nach der Sitzung ungewöhnliche Beschwerden bemerken, können Sie sich jederzeit bei uns melden.

Wir freuen uns darauf, Sie auf Ihrem Weg zu mehr Gesundheit und Wohlbefinden zu begleiten!

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